Geschichte

Eisenstadt lag seit der Landnahme der Ungarn, den Gebietsausweitungen der Babenberger, Böhmen und Habsburger, den Kriegszügen der Türken und den Freiheitskämpfen der nationalen Ungarn, stets im Brennpunkt der östlichen und westlichen Interessen.
Mit der Errichtung der Wehrmauern, Türme, Basteien und Zugbrücken ab 1373 und dem Neubau der Wasserburg, war Eisenstadt ein Teil des ungarischen Grenzverteidigungssystemes gegen den Westen. Obwohl Deutschwestungarn mehrmals in Schutt und Asche gelegt wurde und ca. 90 Orte als Wüstungen verlassen werden mussten, konnten die Stadtväter von Alt-Eisenstadt ihre Stadt verteidigen, die Selbstverwaltung bewahren und die Reichsunmittelbarkeit erlangen.

Die schwierige Aufgabe, die Ruhe, Ordnung und Sicherheit innerhalb der Stadt zu gewährleisten und die Stadt zu verteidigen, war Aufgabe der bewaffneten Bürgerwehr. In den Rechtsaltertümern der Stadt findet sich die Verpflichtung: "jeder behauste Bürger und deren erwachsene Söhne, ........... hat auf der Schießstatt zu erscheinen, im Ernstfall die Stadt zu verteidigen, ................ verpflichtet und angelobt!" Die Stadt besaß seit 1480 etliche Hackenbüchsen und seit 1504 30 Luntengewehre zur Verteidigung, zusätzlich einige kleine Kanonen.

Aus der Zeit nach 1550 sind noch Abrechnungen von Schützenveranstaltungen und Bürgerwehrschiessen vorhanden, die jährlich an besonderen kirchlichen Festtagen abgehalten wurden. Nach 1565 wurde die Stadt durch eigene Büchsenmacher innerhalb einer Handwerkerzunft mit Radschlossgewehre ausgerüstet.

Von 1606 bis 1618 erfolgten 8 Angriffe auf die Stadt, weshalb die Verteidigung laufend reformiert und Nachgerüstet werden musste. Die ständige Ausbildung aller Bürger an den Gewehren führte 1619 zur Gründung der Eisenstädter Schützengesellschaft, sie ist die älteste Schützengesellschaft des damaligen Königreiches Ungarn. Heute sind wir ein politisch und konfessionell völlig ungebundener Verein, der sich der kulturellen und dokumentarischen Aufarbeitung der Schützenwesen in der Freistadt Eisenstadt in Buchform widmet, das traditionelle Schützenwesen weiterlebt und sich auch sportlich betätigt.

Unsere Sitzungen

Unsere Sitzung findet jeden ersten Dienstag im Monat um 19:00, im Restaurant Haydnbräu in Eisenstadt, statt.

Wir suchen noch aktive Mitglieder für unseren Verein. Sollte jemand Interesse haben, kann er uns unverbindlich bei einer unserer Sitzungen besuchen.

Wir suchen

Schützen ab dem 18. und Kadetten bis zum 18. Lebensjahr, Trompeter, Trommler, Marketenderinnen, Fahnenträger und Honoratioren.