Bericht vom Samsonumzug in Murau 2011

Wie schon seit 10 Jahren kam der Großteil der Eisenstädter Schützen am Vorabend des 15. August nach Murau um mit unseren Kameraden von der Murauer Bürgergarde ein kleines Freundschaftsfest zu feiern. Bei dem unvermeidlichen und guten Murauer Bier wurde ein kleiner Wettkampf im Asphaltstockschießen ausgetragen. Es erübrigt sich zu erwähnen, dass der Pokal für diesen Vergleichskampf in Murau blieb und die Eisenstädter Schützen erst in den späteren Rängen auftauchten.

Bei einem kleinen Imbiss wurde beim Gardewirt Eichholzer noch längere Zeit über diese, für uns fremde, Sportart und deren Regeln diskutiert. Im späteren Verlauf gingen wir zum Platzkonzert der Stadtkapelle von Murau, wo exzellent eingestimmte und bestens vorbereitete Musiker ihr Können unter Beweis stellten. Unter frenetischem Jubel der Zuhörer wurde dem Kapellmeister Zugabe um Zugabe abverlangt. Nach einigen Gläsern Bier löste sich die ganze Gesellschaft auf, da uns für den nächsten Tag eine anstrengende Ausrückung bevor stand.

Am 15. August gegen 9.00 Uhr versammelten wir uns vorm Hotel Lercher, wo Ausrüstung, Waffen und Truppe auf letzten Stand gebracht wurde und nach dem obligaten Hebschuss Murau mit einem kräftigen "Guten Morgen Murau" begrüßt wurde. Während dieser Prozedur erfuhren wir, dass einige Angehörige der KESG das Nachtleben von Murau inspiziert und offenbar kräftig durcheinander gebracht hatten. Da keine sichtbaren Folgen zu entdecken waren, zogen wir mit 2 Tambouren und erstmals einer Pfeiferin zum Festplatz.

Während der Teilnahme an der Feldmesse merkten wir schon, dass uns der Wettergott einige Prüfungen für diesen Tag auferlegt hatte. Im ersten Regenguss wurde die Messe im Eiltempo fertig zelebriert und alles suchte unter den ausladenden Schirmen und beim Gardewirt Zuflucht.

Pünktlich um viertel nach zwölf klarte es auf und wir konnten vorm Friesacher Tor antreten. Nach einem kleinen Geschenkeaustausch und einer ausgesprochenen Einladung für das Weinfest in St. Georgen, welches unter Teilnahme der Murauer Bürgergarde am 10. und 11. September stattfinden soll, sowie der Kommandoübergabe, zogen beide Einheiten zum Ausgangspunkt beim Gasthaus Ferner. Hier wurde mit Musikkapelle und Samson der Zug neu formiert und wir begannen mit den ersten General de Chargen unseren Zug durch die Stadt.

Zuschauer, Touristen und Gäste, sowie die Murauer Bevölkerung feierten dieses Fest mit der Murauer Bürgergarde bei dem wir Eisenstädter Schützen seit mehr als 10 Jahren mitwirken dürfen.

Das Generalkommando für Musikkapelle, MBG und KESG hatte Leutnant Wolfram Klausinger (Major Steinacher war auf Kur) und dieser führte mit strenger Hand und sicheren Kommandos den Zug durch Murau. Leider dachte sich der Wettergott, dass beim Gasthaus Krone genug der Schießerei war und schickte uns zum Kühlen der Feuerrohre einen kräftigen Guss. Nach mehr als einer Stunde warten, wurde die Veranstaltung in kleinen Gruppen aufgelöst, Samson, Fahne und Waffen versorgt und jeder beendete das Fest auf seine Weise.

In der ganzen Stadt fanden sich immer wieder Schützen, Gäste und Murauer zusammen und es wurde das eine oder andere Lied gesungen und selbstverständlich auch das eine oder andere Bier getrunken.

Für den nächsten Tag war vorgesehen Frühstück und eventuell Mittagessen, danach Heimfahrt ins Burgenland.

An dieser Stelle möchten wir uns bei Herrn Ing. Friedrich Schmidt herzlich bedanken, welcher uns einen russischen Karabiner der Marke Moisin-Nagant 7,62 als Geschenk für die MBG zur Verfügung stellte.

In diesem Sinne herzlichen Gruß und ein großes Dankeschön an alle Beteiligten gemäß unserer Devise "Vivat Crescat Et Floreat".

Im Namen der Königl. Eisenstädter Schützen

Erwin Dollinger
Hauptmann